Dr. L. Breloh

28. Geseker Schweineabend mit Rekordbeteiligung | Zusammenfassung

 

Der 28. Geseker Schweineabend fand am 16. Januar 2017 im Feldschlößchen statt.

Wieder einmal erfreute sich der Abend reger Beliebtheit und zog über 280 interessierte Besucher an. Thema des Abends war die Änderung des Tierschutzgesetzes mit Folge des Verbots der betäubungslosen Ferkelkastration ab dem 1. Januar 2019. Hieraus ergibt sich für die Landwirte die Notwendigkeit, sich mit anderen verfügbaren Möglichkeiten auseinander zu setzen.

DVM Herbert Nagel vom vivet-Team führte mit seinem Vortrag in die Thematik des Abends ein.

Für die von Dr. Franz Lappe organisierte Veranstaltung konnten wieder hochkarätige Redner gewonnen werden.

Franz-Josef Eling vom Erzeugerring Westfalen e.G. berichtete über Erfahrungen mit der Ebermast. Er schilderte die Grundlagen und nahm hierbei besonderen Bezug auf die Wirtschaftlichkeit.

Im Anschluss daran ergänzte Franz-Josef Hüppe, Schweinemäster aus Hörstel, die vorangegangenen Ausführungen um seine persönlichen Erfahrungen. In seinem Betrieb praktizierte er einerseits die Ebermast, nutzte andererseits aber auch die Impfung gegen den Ebergeruch und berichtete über positive Erfahrungen.

Jürgen Herrle, Fachberater Schweinehaltung bei Naturland, zeigte einen alternativen Weg auf und warb mit der Umstellung zur Ökohaltung. Er stellte diese, auch im Hinblick auf die aktuelle und mögliche folgende Änderungen von Haltungsvorschriften, als Chance dar. Außerdem betonte er, dass die an Naturland angeschlossenen und von ihm beratenen Ökobetriebe durchweg die Impfung gegen den Ebergeruch anwenden.

Als Stimme des Einzelhandels sprach Dr. Ludger Breloh, „Bereichsleiter strategischer Einkauf der Rewe-Gruppe, über das Kaufverhalten der Endverbraucher und regte damit zu kontroversen Diskussionen an.

Den Abschluss bildete Dr. Wilhelm Jaeger, Leitung der Abteilung Landwirtschaft der Fa. Tönnies, mit der Sicht des Unternehmens auf gebotene Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration.

Der Geseker Schweineabend hat zum wiederholten Male Menschen aus unterschiedlichen Bereichen der Schweine- und Fleischwirtschaft an einen Tisch gebracht und damit den Austausch von Meinungen und Erfahrungen ermöglicht. Viele Fragen wurden gestellt und rege Diskussionen geführt, auch Lösungsvorschläge wurden vorgestellt und geprüft.

Die sehr disziplinierten Zuhörer äußerten einstimmig die Meinung, dass durch solche Veranstaltungen immer ein reger Informationsaustausch möglich ist und Lösungsstrategien erörtert werden können.

 

Auch das Landwirtschaftliche Wochenblatt berichtete vom Schweineabend 2017.